Apistogramma eremnopygeApistogramma sp. „
Fresa“,
Apistogramma sp. "
Barbarossa"
Apistogramma sp. "
Rotbart"
Etymologieeremnopyge: griechisch für
eremnos = dunkel/schwarz und
pyge = Gesäß, Pobacken
Der Name bezieht sich auf den großen Schwanzwurzelfleck
GrößeMännchen 8cm, Weibchen ca. 5cm
Verbreitung und FundortLaut Cichliden Atlas 2 ist
Apistogramma eremnopyge im nordöstlichen Peru im Einzugsgebiet des Rio Itaya und Rio Tapiche beheimatet. Wahrscheinlicher ist aber der Rio Pintuyacu, ein rechtsseitiger Nebenfluss des Rio Itaya in der Provinz Loreto.
EinleitungApistogramma eremnopyge ist ein in Deutschland noch nicht weit verbreiteter Zwergcichlide. Er ist ein leicht zu haltender, mittel aggressiver Zwergcichlide der bei richtiger Haltung ein interessanter und schöner Fisch ist.
(IMG:
http://i9.photobucket.com/albums/a92/amerongen24/eremnopyge/IMG_5003bewJPG.jpg)
HaltungApistogramma eremnopyge bewohnt bei mir ein 126 Liter Becken. Es sind 4 Individuen, ein Männchen, ein Weibchen und zwei Nachkömmlinge bei denen ich das Geschlecht noch nicht genau bestimmen konnte. Außerdem leben 10 Glühlichtsalmler (
Hemigrammus erythrozonus) und drei L134 in dem Becken. Die Wasserwerte sind zurzeit KH 2, GH 3, pH 6, NO2 0 und NO3 0. Die Temperatur liegt bei mir bei 27° Celsius.
Das Becken ist mit Moorkienwurzeln und roten Moorwurzeln dekoriert. Als Bodengrund habe ich Sand verwendet da die Zwergbuntbarsche den Sand gerne nach Futter durchkauen. Bepflanzt ist das Aquarium mit
Vallisneria,
Echinodorus bleheri und
Cryptocoryne parva. Zum verstecken und zum Brüten befinden sich fünf Höhlen im Aquarium, darunter auch zwei Welshöhlen.
GeschlechtsunterschiedeErwachsene Männchen besitzen eine Rückenflosse ähnlich die der
Apistogramma cacatuoides. Hier sind die ersten Flossenstrahlen der Rückenflossen deutlich länger als die restlichen Flossenstrahlen. Auf den Wangen und Kiemendeckeln tragen die Männchen ein rotes Muster, was ihnen den Namen
Apistogramma sp. "
Rotbart" einbrachte. Die Schwanzflosse hat verlängerte Spitzen und die Afterflosse ist meistens auch zugespitzt und verlängert. Sie reicht oft über die Schwanzflosse hinaus.
Die Weibchen sind kleiner als die Männchen. Sie besitzen einen gelben Grundton, der aber auch ins orange gehen kann. Die Rückenflossen sind nicht so ausgeprägt wie beim Männchen, die Schwanzflossen sind abgerundet. Die Afterflosse ist abgerundet und kürzer. Beide Geschlechter gemeinsam haben den schwarzen, unregelmäßigen Fleck an der Schwanzflossenwurzel.
(IMG:
http://i9.photobucket.com/albums/a92/amerongen24/eremnopyge/bew.jpg)
SozialverhaltenApistogramma eremnopyge sind Revierbildend. Das Männchen bezieht dabei ein großes Revier in dem sich mehrere Reviere von Weibchen befinden. Die Weibchen verteidigen ihre Reviere gegen andere Weibchen und während der Brut auch gegen andere Fische. Untereinander sind die Fische recht aggressiv was aber, zumindest bei mir, an der sehr unterschiedlichen Körpergröße der Zwergcichliden liegen kann.
ZuchtBisher ist mir die Zucht erst einmal gelungen und das auch nur durch Zufall. Aus einem Jungfischschwarm von anfangs 10 bis 20 Tieren haben sich nur zwei weiter entwickelt, jedoch ohne Eingreifen meinerseits. Nun warte ich geduldig auf ein neues Gelege um zu versuchen durch mein Zutun mehr Fische groß zu ziehen. Ich bin gespannt.
Olaf Hermann hält ein Paar
Apistogramma eremnopyge in einem 80 Liter Becken. Als "Feindfische" bewohnen zwei Guppy-Männchen das Becken. Nachdem das Weibchen mehrmals die Höhlen gewechselt hat, kam es dann zur Eiablage in einer halben Kokosnuss. Während der Brutzeit verstärkte sich die Schwarzfärbung der Bauchflossen erheblich und der Schwarzanteil nahm sogar noch deutlich zu. Ebenfalls wurde die Orange-Färbung des Körpers, insbesondere im Kopfbereich intensiver.
Die Wasserwerte im Becken waren eine Temperatur von 26 Grad, ein Leitwert von 240 µS/cm und ein Ph-Wert von 6,5. Die Härte entspricht in etwa der des Bremer Leitungswassers, wie es bei Olaf aus dem Hahn kommt. Das Wasser wurde nicht mit Osmose-Wasser gemischt oder mit Torfzusätzen oder ähnlichem behandelt.
Nach etwa 10 Tagen kam die Mutter mit den Jungen aus der Höhle, dafür, dass es der erste Wurf war, war dieser mit ca. 50 Jungen recht groß. Die Jungen fraßen vom ersten Tag an Artemia-Nauplien, dafür wurden entkapselte Artemien und gefriergetrocknetes Cyclops-Eeze nicht angenommen. Alternativ wurden auch Mikrowürmchen gefressen; als die Jungen ca. 1 cm groß waren, wurde die Fütterung auf Frostfutter Cyclops umgestellt.
Während der ganzen Brutpflegezeit beteiligte sich das Männchen so gut wie überhaupt nicht an der Brutpflege. Er wurde zwar in der Nähe der Jungen geduldet, übernahm aber selbst den Guppies gegenüber keinerlei Revierverteidigungsaufgaben.
Etwa 6 Wochen nach der ersten Brut kam es erneut zur Eiablage und zum Freischwimmen der nächsten Brut, die allerdings erheblich kleiner war. Von da an wurden die Jungen der ersten Brut gnadenlos vom Weibchen vertrieben. Allerdings war wohl der Feinddruck durch die zahlreichen Jungen der ersten Generation zu groß, nach nur 5 Tagen war kein Jungfisch aus dem zweiten Wurf mehr zu sehen. Schlagartig änderte sich das Verhalten des Weibchens gegenüber ihrer ersten Brut wieder und diese konnten unbehelligt in ihrer Nähe schwimmen.
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http://i9.photobucket.com/albums/a92/amerongen24/eremnopyge/IMG_5234b.jpg)
QuellenMergus Cichliden Atlas 2
http://www.apistogramma.net/FotosJohn von Amerongen
Bericht erstellt von Marc Große-Allermann